DIGITALES ARBEITEN BEI DER AIM

Allianz Investment Management SE | München | August 2019
Lesedauer ca. 4 Minuten 

Riskmonitoring und Finanzcontrolling, Asset Liability Management und Investment Management – hört sich für dich nach spannenden Arbeitsgebieten an? Dann lerne im folgenden Gespräch Philip Blonski und Fehmi Özkan von Allianz Investment Management SE (AIM) kennen und lass dich von den beiden durch ihren Joballtag und darüber hinaus führen.

Fehmi: Hallo Philip, stell dir vor, jemand fragt dich nach deinem Job und deinen Projekten bei der AIM, wie würdest du das in wenigen Sätzen beschreiben?

Philip: Hi Fehmi! Also, ich arbeite im globalen Finanzcontrolling unserer Investmenteinheit, der AIM. Beispielsweise schaue ich mir die Risikostruktur in unseren Emerging Market Investitionen an, damit wir zwar rentable Investitionen für unsere Kunden tätigen können, aber auch stets die Risiken im Blick behalten. Außerdem bereite ich Finanzanalysen für unsere Analystenpräsentationen vor, um die Aktionäre umfassend über unsere Investment-Aktivitäten informieren zu können. Neben diesen direkt „geschäftsbezogenen“ Tätigkeiten arbeite ich an Digitalisierungsprojekten. Aktuell bin ich zum Beispiel mit einem, zumindest für mich, mathematisch anspruchsvollen Optimierungsproblem im Bereich Benchmarking beschäftigt – wir verbinden dabei relevante und spannende finanzwirtschaftliche Fragestellungen aus der Praxis mit neuen theoretischen Ansätzen.

Und wie sieht es bei dir aus, Fehmi? Wie würdest du deinen Arbeitsalltag beschreiben? Erzähl doch auch noch ein wenig von deinem wissenschaftlichen Hintergrund.

Fehmi: Ich habe in Freiburg Mathematik studiert und am Freiburger Zentrum für Datenanalyse und Modellbildung zu einem finanzmathematischen Thema promoviert. Danach war ich zunächst bei einem mittelständischen Unternehmen im Bereich der betrieblichen Altersversorgung tätig und habe dort erste Erfahrungen im Bereich Versicherungsmathematik gesammelt. Bei der Allianz habe ich im Risikobereich der Allianz SE angefangen. Später war ich dann drei Jahre in Brüssel in der Risiko-Abteilung der Allianz Belgien tätig, bevor ich schließlich und endlich zur AIM gekommen bin. Hier arbeite ich als ALM-Experte, ALM steht für Asset Liability Management.

Ich entwickle zum Beispiel Modelle, die wichtig für ALM-Analysen sind, für die Berechnung von Risiken oder als versicherungsmathematische Kennziffern, Stichwort Solvency II. Diese Modelle umfassen die Kapitalanlagen, die versicherungsmathematisch bewerteten Verbindlichkeiten, ökonomische Szenarien und eine große Bandbreite an Managementregeln, welche die Strategie des Unternehmens abbilden.

 

Philip: Was würdest du als das Spannendste an deinem Job definieren, Fehmi?

Fehmi: Die Abwechslung! Nicht nur, dass die Kernthemen an sich spannend sind - weil man an der Schnittstelle von Kapitalanlagen, Risiko und aktuariellen Themen arbeitet - sondern auch, dass man sich immer wieder mit neuen Themen beschäftigen kann. Ein konkretes Beispiel hierfür war unser gemeinsames Projekt, Philip, in dem wir ALM mit Machine-Learning-Methoden verbunden haben. Für mich war es dabei sehr spannend, mich wieder etwas tiefer in mathematisch-statistische Modelle hineinzudenken und diese dann auf unseren Kontext anzuwenden. Was mir hier auch gut gefällt: Die AIM fördert die Teilnahme an entsprechenden Weiterbildungen wie z.B. ganz klassisch den CFA, die Aktuarsausbildung oder auch Online-Kurse bei verschiedenen Anbietern und selbstverständlich auch die Teilnahme an entsprechenden Tagungen und Workshops.

Und zu guter Letzt: Ich halte Versicherungen für ein absolut relevantes Thema - auch wenn sich kaum jemand „Hurra-schreiend“ darauf stürzen dürfte. Was ich bei einer Lebensversicherung spannend finde ist, dass Versicherungsnehmer und Versicherer mehr oder weniger in einem Boot sitzen. Nur wenn mit den Prämien der Versicherten im Laufe der Zeit genug erwirtschaftet wird, darf der Versicherer sich einen durch die Gesetzgebung limitierten, kleineren Teil aus den Kapitalerträgen herausnehmen. Mit meinem Job bin ich Teil eines Teams, das daran arbeitet, die Kapitalanlagen langfristig und sinnvoll anzulegen, damit jeder Versicherte irgendwann eine anständige Rente erhält. Ich habe übrigens selbst bei der Allianz vor etwas über 20 Jahren eine Rentenversicherung abgeschlossen ...

Wer genauer wissen möchte, wie eine Lebensversicherung funktioniert, dem würde ich folgenden Link empfehlen: Wie funktioniert die Lebensversicherung?

Philip: Da kann ich mich dir nur anschließen. Die große Anzahl unterschiedlicher Themen, die hohe Flexibilität und die sehr direkte Verbindung von Data Science/ Engineering mit praxisrelevanten Themen machen unseren Job wirklich spannend. Bei uns geht es darum, passende digitale Methoden und Tools anzuwenden, um für uns wichtige Probleme zu lösen. Hierbei habe ich viele Freiheiten in der konkreten Ausgestaltung meines Jobs und kann mich aktiv in die Themen einbringen, die mich am meisten interessieren. Eine solche teamübergreifende Arbeit funktioniert bei uns sehr gut. So kamen wir auch zu dem von dir, Fehmi, schon erwähnten gemeinsamen Projekt im Bereich Machine Learning – auch wenn wir in unterschiedlichen Bereichen bei der AIM arbeiten.

Unsere Kapitalanlagestrategie ist übrigens nicht nur für Lebensversicherungen relevant, sondern spielt auch für unsere Sachversicherungen eine große Rolle. Und: Wir kümmern uns nicht nur um eine ökonomisch sinnvolle Geldanlage, sondern berücksichtigen beispielsweise auch ökologische Aspekte wie den Umweltschutz. Das finde ich persönlich mindestens genauso wichtig. 

Fehmi, was würdest du sagen, was sollte man bei der AIM und für unsere Jobs unbedingt mitbringen? Welche Tipps würdest du einem Bewerber mit auf den Weg geben? Vielleicht auch insbesondere in Bezug auf das bei uns wichtige Stichwort „Digitalisierung“?

Fehmi: Neugier! Mit anderen Worten, fragen, fragen, fragen! Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Gerade anfangs kostet es vielleicht Überwindung, immer wieder bei den Kollegen nachzufragen, die anscheinend alles wissen – aber es lohnt sich und die Türen unserer Kollegen bei der AIM sind immer offen. Außerdem sollte man den Mut haben, Dinge auch einfach einmal auszuprobieren. Vieles lernt man erst, nachdem man es probiert hat.

Philip: In Bezug auf Digitalisierung in der Finanzwirtschaft halte ich neben der genannten Neugier auch eine gewisse Ausdauer für sehr wichtig. Häufig sind Verbesserungspotentiale gar nicht so offensichtlich, sonst hätte sich ja schon einmal jemand darum gekümmert. Wenn ein entsprechendes Potential gefunden wurde, können in einem großen Konzern technische Innovationen häufig nicht sofort umgesetzt werden – dafür sind einfach zu viele Perspektiven und Meinungen zu berücksichtigen. Aber wir arbeiten jeden Tag daran, hier noch schneller und besser zu werden! 

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