IM TANDEM ZUM ERFOLG

Allianz Deutschland | München Unterföhring | September 2019
Lesedauer ca. 7 Minuten

Seit Juli diesen Jahres kommen die Mitarbeiter/innen der Allianz Deutschland in den Genuss einer betrieblichen Krankenversicherung (bKV). Durch dieses Angebot erhalten sie viele Vorsorgeuntersuchungen kostenlos. Wir lernen heute die beiden Projektleiter Sandra Schwartz und Alexander Hahn kennen, die maßgeblich an der Konzeption und der erfolgreichen Einführung der bKV beteiligt waren. Gabi Brömler aus dem Employer Branding Team hat die beiden getroffen und sich mit ihnen über das Projekt unterhalten.

Gabi: Herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen Einführung der bKV für die Mitarbeiter/innen der Allianz Deutschland! Was eigentlich nach 'Kernkompetenz' der Allianz Private Krankenversicherung (APKV) und somit recht einfach klingt, war für euch als verantwortliche Projektleiter in der Konzeption und Implementierung trotzdem keine leichte Aufgabe. Bevor ihr mir Näheres davon erzählt, würde mich als erstes einmal euer eigener Werdegang und der Einstieg in die Allianz Deutschland interessieren. Möchtet ihr mir davon erzählen?  

Sandra: Klar, gerne. Ich bin eine klassische Quereinsteigerin. Ursprünglich komme ich aus der Physiotherapie, habe dann im Rahmen einer Weiterbildung das Thema Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) für mich entdeckt und mich sofort dafür begeistert! Ich fand den Ansatz gut, den Menschen nicht erst zu helfen, wenn schon etwas 'kaputt' ist, wie bei einem Kreuzbandriss, sondern am besten schon davor. Während meiner Suche nach einer passenden BGM-Stelle kam die Allianz praktisch direkt zu mir: im Rahmen meines Kellnerjobs kam ich mit einigen Allianzern, u.a. meiner späteren Chefin, ins Gespräch und wurde von ihr auf eine laufende Stellenausschreibung in genau diesem Bereich hingewiesen. Am Ende des Abends war mir klar, wohin ich wollte und habe dann nach einem erfolgreichen Bewerbungsprozess die Stelle tatsächlich ergattert.

Gabi: Physio und Physik klingt ja so ähnlich und bietet mir die perfekte Überleitung zu dir, Alex.

Alex: (lacht) Stimmt, ich bin Physiker, Teilchenphysiker um genau zu sein. Klingt zwar so ähnlich wie Sandras Ausbildung, ist aber dann doch etwas ganz anderes… Nach meinem Abitur 2008 begann ich mit meinem Physikstudium. Ein Weg, der mich vom ersten Tag an immer wieder in Themenbereiche brachte, in denen Forscher unterschiedlicher Disziplinen gemeinsam arbeiteten. Dabei nutzte ich jede Gelegenheit, um über den eigenen Tellerrand zu schauen, absolvierte z.B. ein Praktikum am Max-Planck-Institut für Polymerforschung und bei Molekularbiologen an der University of Manchester, beschäftigte mich mit Farbstoff-Solarzellen und entwickelte Methoden zur Auswertung von Fluoreszenzmikroskopie-Bildern. Eine spannende Zeit mit vielfältigen Themen, die mich bis heute prägt!

Gabi: Das klingt ja alles wirklich sehr interessant – aber dann doch auf den ersten Blick sehr weit entfernt von einer typischen Laufbahn in der Versicherung … jetzt stelle ich mir umso mehr die Frage, wie ihr beiden da gelandet seid, wo ihr  heute seid und wie das am Anfang so war für euch in der Allianz.

Sandra: Also ich muss zugeben, für mich war es anfangs nicht immer leicht. Der Wechsel aus der Physiotherapie mitten hinein in einen Großkonzern hatte etwas von einem Kulturschock. Allein die vielen Prozesse und Schnittstellen, die unterschiedlichen Funktionen mit den jeweiligen, teils sehr unterschiedlichen Interessen und die Tatsache, dass ich am Anfang von Versicherungen noch keine Ahnung hatte, machten mir zu schaffen. Aber meine Leidenschaft für das Thema BGM hat mich durch die anspruchsvolle Anfangsphase getragen. Heute, 6 Jahre später, kann ich aus vollster Überzeugung sagen, dass ich den Wechsel von einer kleinen Physio-Praxis in einen Konzern nie bereut habe. Ich durfte sehr viel lernen und habe mich schließlich zur Verantwortlichen im Bereich BGM entwickelt. Die Tatsache, dass ich zusammen mit Alex die bKV der Allianz konzipieren und ausrollen durfte, war bisher mein beruflicher Höhepunkt.

Gabi: Und wie war das bei dir, Alex?

Alex: Der Kulturschock war der gleiche (lacht) – und auch nach 5 Jahren gibt es immer noch Überraschungen. Spaß beiseite: Auch ich hatte mir die Frage gestellt, ob ich in die Forschung gehe oder doch lieber in die Wirtschaft. Als Physiker wäre zwar eine Promotion der nächste 'natürliche' Schritt in Richtung einer klassischen Wissenschafts-Karriere gewesen, ich hatte mich dann aber Anfang 2014 für ein Praktikum bei der Allianz in München entschieden – Team und Aufgaben waren toll und haben Lust auf mehr gemacht. Auch die Allianz wollte mir eine Chance geben: Nach Abschluss meines Praktikums erhielt ich das Angebot für einen Direkteinstieg. Knappe 4 Jahre später habe ich meine erste Teamleitung angetreten. Heute verantworte ich u.a. auch unser Geschäft mit Profisportlern, was mich als Hobbysportler natürlich auch persönlich sehr interessiert.

Gabi: Und was genau lag zwischen deinem Einstieg bei der Allianz und den letzten 4 Jahren?

Alex: Eine sehr interessante, aber auch fordernde Zeit: Mein Weg in meine heutige Position führte mich über unsere Produktentwicklung und das Vorstandsassistentenprogramm, das ich bei Herrn Dr. Esser, Mitglied im Vorstand der Allianz Privaten Krankenversicherung (APKV) durchlaufen habe. Dort habe ich Projektmanagement von der Pike auf gelernt und durfte mich ein ums andere Mal in anspruchsvollen Projekten beweisen. Dabei gewann ich vielfältige Einblicke in das Unternehmen und die Branche. Fast wie von selbst habe ich auf diesem Weg ein breites Netzwerk aufgebaut und auch ein paar sehr gute Freunde gefunden. Thematisch war ich immer an der Schnittstelle von mathematischen, rechtlichen und unternehmerischen Fragestellungen unterwegs. Sei es mal in Form einer klassischen Produktneueinführung, einer Vertriebskampagne oder der Entwicklung einer neuen Kunden-Kommunikationsstrategie. Den Weg in die Wirtschaft habe ich auch bis heute nicht bereut – die Fragestellungen sind nicht weniger komplex und nur gemeinsam, mit Kollegen unterschiedlicher Disziplinen zu lösen.

Gabi: Jetzt möchte ich gerne noch einmal auf euer aktuelles Projekt, die Einführung der bKV für alle Mitarbeiter der Allianz Deutschland, zurückkommen. Wie kam es dazu, dass euch beiden die Projektverantwortung übertragen wurde? Und wie genau war die Rollenverteilung im Projekt?

 

Sandra: Aus meiner 'normalen' BGM Tätigkeit heraus war sofort klar, dass ich mich dem Thema annehme. Für mich war das auch eine tolle Chance, mich weiterzuentwickeln und eine erste große Projektleitung, außerhalb von Personal anzunehmen.

Gabi: Wie intensiv war denn dein Kontakt zum Kerngeschäft vorher?

Sandra: Ehrlich gesagt wenig, zu wenig. Am Anfang war es natürlich eine etwas andere Welt. Personal-Aufgaben macht man auch aus Leidenschaft und aus dem Bedürfnis heraus nach menschlichem Austausch – wenn es dann um eher rationale Themen wie Pricing, Produktstrategie und Kostenplanung geht, fremdelt man natürlich etwas. Da war es dann gut, dass wir ein Team mit ganz unterschiedlichen Charakteren, Vorlieben und Stärken aufgebaut hatten.

Alex: Für mich war das tatsächlich eher ein Heimspiel. Mit Versicherung und im Speziellen mit Krankenversicherung kannte ich mich ja aus. Auch das Steuern eines Projektes war mir nicht fremd. Obwohl ich sagen darf, dass ich viel dazugelernt habe: Die Größe des Projektes war dann doch nochmal eine besondere Herausforderung. Am Ende haben wir den deutschlandweit größten Einzelvertrag über eine bKV bis heute abgeschlossen. Mein Fazit: Man lernt nie aus und neben inhaltlichen und technischen 'hard facts' dürfen auch zwischenmenschliche Interessen und Themen nicht zu kurz kommen.  

Gabi: Natürlich interessieren mich in diesem Zusammenhang eure größten Herausforderungen in diesem Projekt.

Sandra: Für mich war herausfordernd, die bereits bestehenden Maßnahmen eines gut funktionierenden BGM mit der neuen bKV zu verknüpfen. Hier galt es vor allem klug und vorausschauend zu entscheiden, welche Zusatzleistungen die 25.000 Mitarbeiter/innen und Kollegen/innen bekommen sollten. Am Ende ist es uns meiner Meinung nach gelungen, sinnvolle und tolle Leistungen anzubieten, von denen alle profitieren können.

Alex: Ja, und für mich war es auf den anderen Seite die Herausforderung, das Maximum an Leistungen, das Sandra mir dauernd abverlangt hat (lacht), aus einem begrenzten Budget herauszuholen. Und nicht zu vergessen: Die größte Herausforderung war, ein wirklich großes, deutschlandweites Projekt in der vorgegebenen Zeit abzuschließen – das war phasenweise anstrengend, aber letzten Endes erfolgreich.

Gabi: Und was genau – bitte in 3 Worten – haben nun die Mitarbeiter von der bKV?

Sandra: Zeitlich – Örtlich – Flexibel!

Gabi: Und das heißt was?

Alex: Die Mitarbeiter können jetzt auf ihre Zusatzleistungen zugreifen, wann und wo sie möchten. Es bedarf lediglich einer Abstimmung mit ihrem Arzt/Ärztin und/oder sonstiger Anbieter.   

Gabi: Verstanden. Und was macht ihr beiden als nächstes?

Sandra: Wandern in Cornwall (lacht). Und danach warten einige Projekt-Nacharbeiten. Und außerdem: Nach der erfolgreichen Einführung bei der Allianz Deutschland möchten jetzt noch mehr Unternehmen der Allianz Gruppe mitmachen. Die Arbeit geht also nicht aus – und die nächsten Projekte klopfen auch schon an die Tür.

Alex: Im Moment beschäftige ich mich in meinem Team verstärkt mit der Entwicklung von Robotics-Anwendungen. Das sind quasi kleine Roboter, die Maus und Tastatur bedienen und damit einfache, repetitive Aufgaben sehr kostengünstig automatisieren. Uns hilft das, sehr flexibel z.B. vertriebliche Aktionen zu unterstützten. Als nächstes möchten wir eine Community aufbauen, in der sich Vertreter aller Fachbereiche der APKV zu den Themen Digitalisierung nicht nur theoretisch austauschen, sondern auch gemeinsam Tools für den Einsatz in unserem Arbeitsalltag entwickeln.

Gabi: Zu guter Letzt habe ich noch ein paar persönliche Fragen an euch. Darf ich? Sandra, was befindet sich immer in deinem Kühlschrank?

Sandra: Quark und griechischer Jogurt. Ohne mein Müsli geht bei mit morgens gar nichts! Bei mir wird Gesundheit natürlich auch privat groß geschrieben.

Gabi: Und was war dein Berufswunsch als Kind?

Sandra: Ich wollte immer in einem Kostüm in einem großen Unternehmen arbeiten. Heute bin froh, dass ich bei der Allianz nicht im Kostüm auftauchen muss.

Gabi: Und du, Alex?

Alex: Mein Kühlschrank ist meistens etwas leerer, dafür gehe ich umso lieber auswärts essen. Meistens habe ich dann auch ein Motto. Im Moment suche ich Münchens beste Käsespätzle.

Gabi: Alex, sonst noch etwas, das du uns sagen möchtest? Vielleicht ein kleine Karriereweisheit zum Schluss?

Alex: Ein Job sollte Spaß machen - klar, man geht auch mal durch etwas anspruchsvollere Phasen, aber Spaß ist vielleicht das zentralste Element. Das trägt auch mal durch Täler, wenn es nicht so richtig läuft und hält die Motivation hoch. Und man verbringt einfach zu viel Zeit mit Arbeiten, als dass das nicht Spaß machen sollte.

Gabi: Liebe Sandra, lieber Alex, vielen Dank für das nette Gespräch und die tollen Einblicke, die wir bekommen haben! Alles Gute weiterhin für euch.

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